Samstag, 27. Juli. Noch viel gäbe es zu sehen und zu machen in Rumänien. Wir haben das bereits. Deshalb verlangsamen wir noch einmal das Tempo getreu dem Spruch „Touristen sind am Hasten, Reisende erleben im Warten.“ – Oder, wie der Rumäne sagt: “Gata!” Genug.

„Ah, Ihr seid in Sovata! – Dann müsst ihr unbedingt noch Targu Mures anschauen!“ – „Turda ist einen Ausflug wert!“ – „Auf dem Weg nach Brasov ist Shigishoara ein Must-See, tolle mittelalterliche Altstadt!“ – „in Frasov gibt es viele Ausflugsmöglichkeiten, Oana kann Euch sicher genaueres sagen!“ So prassseln die Vorschläge auf uns ein, für die letzten drei Tage unserer Reise.
Speicher voll
Keinen einzigen werden wir beherzigen. Wir alle spüren, dass wir bis oben genug Eindrücke geschenkt erhalten haben. „Speicher voll – Bitte defragmentieren Sie Ihre Festplatte!“ So geht es uns.
Wir merken, dass wir mehr Zeit für uns selber brauchen. Sei es mit lesen (Sabine), gamen (Tobit), Geschichten (Yael, Elisha) oder Blog (Thierry) schreiben.
Niemand hat Lust, noch mehr kennen zu lernen. Brasov, die schöne Stadt reicht uns vollkommen.

Fussballplatz statt Altstadt
So verabschieden wir uns mit dem Besuch des Klettergartens von Sovata und fügen ein weiteres „ich hätte nie gedacht…“-Erlebnis unserer Reise hinzu.
Nach einer letzten “Ciorba de Fasole in Paine de Casa” (Bohnensuppe im Hausbrot) machen wir ein „La Revedere“-Gruppenfoto und fahren danach an all den Sehenswürdigkeiten auf dem Weg vorbei.
Angehalten wird nur, wenn wir einen Fussballplatz am Strassenrand sehen. In Miroslovesti hat Tobit das Projekt lanciert, ab jetzt jeden Fussballplatz zu fotographieren, und wir alle finden das eine spezielle Perspektive auf das Land.
Also vorbei an Shigishoara und Stopp am Fussballplatz mit Wohnwagen an der Mittel-Linie, der aussieht wie eine Reporterkabine, aber tatsächlich bewohnt wird.
In Brasov im übergangsmässigen Hostel einchecken (Danke Martina fürs Organisieren!) und nach ausgiebiger „Jederfürsichzeit“ eintauchen in die Stadt, die als schönste Rumäniens gilt.
